Das Zonensystem

Themen:


Das Zonensystem
Die Gradation
Die Belichtung
Überbelichten/Unterentwickeln
Unterbelichten/Überentwickeln

Das Zonensystem


Das Zonensystem ist ein recht einfaches aber mächtiges Instrument um die Belichtung der Aufnahme im vorraus festzulegen. Ansel Adams einer der großen Fotografen hat dieses System entwickelt und es hat eine weite Verbreitung. Wie ich schon bei den Belichtungsmessern erwähnt habe, ist der Ausgangspunkt der Messung ein mittleres Grau. Dieses Grau legt Ansel Adams als Zone V fest. Zone I ist ein Absolutes schwarz ohne Details und Zone X ist ein Weiß ohne Detailzeichnung. Von einer Zone zur anderen liegt ein Belichtungsunterschied von 1 Blende. Also ist Zone II doppel so dunkel wie Zone III. Du weißt also im Moment in dem du die Belichtung misst, das diese Zone im Bild einem mittleren Farbton erhalten wird. Ausserdem weißt du, das es von diesem Punkt aus bis zum dunkelstem und hellstem Punkt 5 Blenden gibt. Wenn du also an einem strahlenden Tag den Himmel anmisst, wird dieser in einem mittleren Farbton wiedergegeben und die Zonen im Schatten werden in einem schwarzen Fleck verschwinden während die Lichter (die hellen Bildpartien) weiß und ohne Details erscheinen. Die Belichtung steht und fällt mit dem Punkt an dem du das Licht misst.
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Die Gradation


Die Belichtung ist eine Funktion, je mehr Licht auf den Film oder Chip gelangt, desto dunkler der Ton im Bild. Jeder Film hat eine Gradation, die das Kontrastvermögen angibt. Die Gradation ist eine Kurve, rechts kannst du ein Beispiel sehen. X ist das Licht und Y die Zeit. Je mehr Licht und Zeit desto Dichter ist das Negativ. Du solltest darauf achten, das die Bildpartien, die Zeichnung erhalten sollen zwischen Zone III und Zone VIII liegen. Zone IX hat schon kaum Zeichnung und Zone X überhaupt keine. Ebenso sieht es in den Schatten aus. Zone II hat kaum Zeichnung und Zone I ist reines Schwarz. Es gibt Bücher, die sich ausführlich mit dem Zonensystem befassen, ich kann hier nur eine Einführung geben.
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Die Belichtung


Du weißt inzwischen, was passiert, wenn du einen bestimmten Punkt anmisst und mit diesen Daten die Aufnahme machst. Du kannst natürlich auch einen Punkt anmessen, der nicht Zone V haben soll, zum Beispiel eine Person im Schatten. Dann musst du die Belichtung entsprechend korrigieren. Wenn der Belichtungsmesser, dir zum Beispiel ¹/250 sek. f8 angibt, du aber diese Zone in Zone III tranferieren willst, musst du die Belichtung um zwei Blenden erhöhen also mit ¹/1000 sek. f8 belichten. Wenn du die Belichtung nach Zone III korrigieren willst, musst du mit ¹/30 sek. f8 belichten. Wenn du noch nicht sicher mit den Belichtungskombinationen bist, das lese nochmal im Kapitel Blende und Verschluss

Nun kann es aber auch sein, das es nicht reicht einen mittler Farbton anzumessen, weil ein zu starker Kontrast herrscht. In solchen Situationen solltest du eine Durchnittsmessung vornehmen. Du misst zwei Mal, einmal an der dunkelsten interessanten Stelle, also die dunkelste Stelle, die noch Zeichnung haben soll (Zone III) und ein zweites Mal die hellste Zone mit Zeichnung (Zone VII). Aus diesen beiden Werten ermittelst du einen Duchschnittswert und machst die Aufnahme. Um Zone III zu ermitteln, musst du die Bildpartie anmessen und dann die Belichtung so reduzieren, das sie zwei Zonen weniger Licht bekommt also den Wert des Belichtungsmessers um zwei Blenden reduzieren. Wenn du z. B. eine Motivstelle anmisst, die im Schatten liegt, und der Belichtungsmesser gibt dir eine Belichtungskombination von ¹/250 sek. f8, dann ist Zone III bei ¹/1000 sek. f8. Das selbe machst du um Zone VIII zu erhalten, nur das du 3 Blenden mehr Licht auf den Film oder Chip bekommen musst als dir der Belichtungsmesser angibt. Zum Beispiel misst du eine Zone an, die in der Sonne liegt, aber die im Bild noch Deteils haben soll und der Belichtungsmesser gibt dir die Kombination ¹/2000 sek. f8 und im Schatten erhählst du ¹/4 sek. f8. Das entspricht einem Kontrastumfang von 10 Blenden, aber Detailzeichnung erhalten wir nur von Zone III bis Zone VIII also in 5 Zonen. Wenn du mit ¹/60 sek. f8 belichten würdest, verschwände deine Zone VII im völligen Weiß und Zone III in Schwarz. Hier könntest du mit ¹/125 sek. f8 einen Kompromiss machen. Bei dieser Belichtung bekämst du Zone VIII als Zone IX und Zone III als Zone II. Eine andere Möglichkeit wäre die Entwicklung zu modifizieren. Hier hat die Digitalfraktion den Vorteil in Photoshop den Kontrastumfang anzupassen. (SHIFT+CTRL+Alt + L für automatischen Kontrast oder SHIFT+CTRL+L für automatische Levels) In diesem Kurs ist weder das Labor noch Photoshop vorgesehen.
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Überbelichten/unterentwickeln


Unterentwickeln vermindert den Kontrast. Wenn du also ein sehr kontraststarkes Motiv fotografieren willst, von dem du weißt, das es nicht in die Zonen mit Zeichnung "passt", kannst du etwas mehr belichten (längere Belichtungszeit oder größere Blendenöffnung - kleine Zahl) und unterentwickeln. Wie weit hängt von dem Film und dem Entwickler ab. Mach vorher ein paar Tests. Wenn du nur überbelichtest bei sonst normaler Entwicklung erälst du Negative mit (zu) geringem Kontrast und steigerst das Korn. Die Spitzlichter, die hellsten Punkte im Bild (die dunkelsten im Negativ) sind von Lichthöfen umgeben, die auf die auf ihre Umgebung überstrahlen. Bei Unterentwicklung aber normaler Belichtung erhälst du Negative, die grau und weich (kontrastarm) sind, im Bild fehlen Schwarz und Weiß das Bild wird nur Grautöe haben
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Unterbelichten/überentwickeln


Überentwickeln steigert den Kontrast, wenn du also ein kontrastarmes Motiv hast, kannst du unterbelichten und überentwickeln. Dadurch wirkt das Bild nicht so flau. Wenn du nur überentwickelst bei sonst richtiger Belichtung erhälst du zu dichte Negative, mit hohem Korn, die nicht völlig scharf sind. Wenn du andererseits nur unterbelichtest aber Normal entwickelst, wird der Kontrast zu groß und in den dunklen Bildpartien wirst du keine Zeichnung haben.
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Filmtypen Der richtige Film
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