Die Fotografie kann gewisse Dinge im Foto nur symbolisch darstellen. Die meisten Motive die wir fotografieren, sind dreidimensional, aber die Fotografie ist zweidimensional, die Tiefe kann nur angedeutet werden, dafür stehen
Symbole zur Verfügung. Eine weitere Eigenschaft vieler Motive ist die Bewegung. Die Fotografie ist aber ein statisches Medium, die Bewegung kann nur angedeutet werden, auch dafür nutzen wir Symbole.
Diese
Symbole treten automatisch im Foto auf. Das heiß immer wenn du ein dreidimensionales Objekt nicht direkt von vorne fotografierst, wirst du perspektivische Verzerrungen im Bild haben. Dies ist nur vermeidbar, wenn du mit einer
Studiokamera fotografierst. Diese perspektivische Verzerrung ist ein
Symbol für Tiefe. Ein anderes ist das Zusammenlaufen paralleler Linien zum Horizont hin. Parallele Schienen zum Beispiel erscheinen im Foto nicht parallel. Objekte die weiter weg liegen, erscheinen im Bild kleiner als jene die näher liegen. Auch dies ist ein
Symbol für Tiefe.
Bei der Bewegung sieht es genauso aus. Wenn die Bewegung schneller ist als das Öffnen und Schließen des Verschlusses, also die
Verschlusszeit, erscheint das Objekt im Bild verwischt. Ein
Symbol für Bewegung.
Diese Symbole erscheinen automatisch im Bild, aber du kannst und solltest entscheiden in welchem Ausmaß. Inzwischen kennst du die Eigenschaften der Objektive, du weiß dass das Weitwinkelobjektiv stärker den Raum dehnt als ein Teleobjektiv. Daraus resultiert auch, das die perspektivische Verzerrung in einem Foto mit Weitwinkelobjektiv aufgenommen, stärker ist als die Aufnahme mit einem Teleobjektiv aufgenommen.
Der Grad der Verwischung bei bewegten Objekten liegt in deiner Hand. Je nachdem wie lang du die Belichtungszeit einstellst, kannst du die Bewegung nur andeuten oder das Objekt total verwischt darstellen.