Du kennst jetzt die verschiedenen
Filmtypen und weißt auch das es verschiedene Lichtarten gibt, auf die Filme abgestimmt sind. Bei Digitalkameras wird dies über den
Weißabgleich geregelt. Aber es geht nicht nur darum, den
Film auf Basis der Lichtqualität zu wählen, sondern auch auf Basis der Lichtquantität, sprich
Empfindlichkeit. Lichtqualität spielt nur in der Farbfotografie eine Rolle, deshalb gibt es auch nur Farbfilme für verschiedene Lichtarten.
Aber auch die Bildidee, das Motiv und die persönlichen Vorlieben spielen hier eine Rolle bei der Wahl des
Films. Gewisse Motive haben keinen Sinn in Schwarzweiß und andere wiederum wirken wesentlich besser in Schwarzweiß als in Farbe. Es gibt Schwarweißfilme mit einem "weichen" Kontrast sogenannte Dickschichtige
Filme die sehr schöne Portraitaufnahmen ergeben, aber weniger geeignet sind, wenn eine hohe Detailgenauigkeit erwüscht ist. Es gilt also mal wieder die Frage: „Was willst du Fotografieren?” oder besser: „Was willst du mit dieser Aufnahme ausdrücken?”
Je empfindlicher ein
Film ist desto mehr Korn ist im Bild sichtbar. Wenn dir also Korn im Bild gefällt, dann probier einen 800 oder 1600 ASA Film aus, oder gar einen 3200. Je mehr du das Negativ vergrößerst, desto körniger wird das Bild erscheinen.
Siehe auch
Ein Foto aufnehmen oder die
Aufnahme kontrollieren. Wenn du deine Bildidee ausgearbeitet hast, und weisst, was du aussagen willst, wird es dir leichter fallen, den geeigneten
Film für deine Aufnahme zu wählen.

Bei Farbaufnahmen gilt noch zu beachten, das die
Filme der verschiedenen Hersteller verschiedene Farbwiedergaben haben. Ein Fuji-Film hat generell leuchtendere Farben als ein Kodak- oder Agfa-Film. Es hängt also vom Motiv ab: Leuchtende Farben können in einer Landschaftsaufnahme erwünscht sein, aber in einem Portrait vielleicht nicht.
Bei Digitalkameras fällt das ganze natürlich einfacher aus, da wir für jede Aufnahme entscheiden können und diese Entscheidung noch lange nicht Endgültig ist. Vor jeder Aufnahme kannst du durch Weißabgleich die Lichtqualität einstellen, den Kontrastumfang modifizieren, die Filmempfindlichkeit wählen, usw. Die Analogfraktion kann Bilder einscannen oder die Kodak- Foto-CD nutzen um die Vorteile der Digitalfotografie für sich zu erschließen. In Photoshop gibt es die Möglichkeit die Bilder Nachträglich der Lichtqualität anzupassen oder Farbbilder in Schwarzweiß zu übertragen. Der Kontrastumfang kann nachträglich modifiziert werden usw.
Allerdings ist das Stichwort hier Modifikation. Ein ruiniertes Bild kann zwar unter Umständen in Photoshop gerettet werden, allerdings kann dann schon eher Retusche nötig sein. Wenn der Himmel nur eine weiße Fläche ist, bleibt dir nur einen anderen Himmel "einzubauen". Dies gilt allerdings auch für die Analogfotografie und das Heimlabor.