Fotografische
Filter gibt es in verschiedenen Formen und Farben aus verschieden Material und für verschiedene Einsatzgebiete. Es gibt Filtersysteme wie das Cokin-Filtersystem, in dem ein Filterhalter aufs Objektiv geschraubt wird, und dann nur die Filter eingestezt werden. Es gibt
Filter mit schraubfassung, die aufs Objektiv geschraubt werden.
Filter gibt es aus Glas, Plastik oder Gelatine.
Aber was tun
Filter und wofür werden sie benötigt?
Farbffilter lassen gewisse Lichtstrahlen durch und andere werden (ganz) abgehalten oder geschwächt durchgelassen. Ein
Filter lässt Lichtstrahlen der eigene Farbe durch und absobiert Lichtstrahlen der
Komplementärfarbe. Siehe auch
Farbschema
Ein
Filter absorbiert einen gewissen Anteil des Lichts, so das die Belichtung verändert werden muss. Auf der Fassung der Einschraubfilter ist meist der Verlängerungsfaktor eingarviert. Der Faktor 2 verlangt 2 Blenden mehr Licht, wenn also die Belichtung f8 bei ¹/
500 sek. ist, musst du mit dem
Filter entweder die Blende um 2 Stufe öffnen also auf f4 oder die Verschlusszeit vervierfachen von ¹/
500 sek. auf ¹/
125 sek.
Kauf das
Filter in bedacht auf dein Objektiv. Es macht keinen Sinn sich ein Apochromatisches Objektiv zu kaufen und dann ein 5-Euro-Filter draufzuschrauben und all die Korrektionen die das Objektiv hat wird vom Filter zunichte gemacht. Bedenke auch den Bildwinkel eines Weitwinkelobjektivs. Gerade die Digitalkamerabesitzer sollten dies bedenken. Im Zeitalter der Extrem-Weitwinkelobjektive von 17mm, brauchst du ein Filter mit schmaler Fassung, sonst erscheinnt in den Bildecken die Filterfassung. Bei
Polarisationsfiltern ist so etwas besonders wichig. Dabei kann es billiger werden das Filter mit einem größeren Durchmesser zu kaufen und einen Adapterring zu benutzen, als sich ein Slim-Filter zu kaufen. Aber bedenke die Sonnenblende des Objektivs!
In der Schwarzweißfotografie, werden die Farben in Grauwerte umgesetzt. Jedoch reagieren Schwarzweißfilme nicht auf alle Farben gleich, siehe
Schwarzweißfilme. Bei der Umsetztung in Grautöne kann es sein, dass ein mittleres Grün und ein mittleres Rot in das gleiche mittlere Grau übersetzt werden. um dies zu vermeiden, gibt es in der Schwarzweißfotografie sogenannte
Korrekturfilter, die die Farben in Grautöne übersetzen, die unserem Auge "natürlich" erscheinen.
Außerdem gibt es die Möglichkeit gewisse Grautöne heller oder dunkler wiederzugeben, dazu werden
Kontrastfilter benutzt. Es gibt sie in den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau wobei das Orangefilter eine schwächere Wirkung als das Rotfilter hat und das Gelbfilter schwächer als das Orangefilter ist. Es gibt die
Filter in verschiedenen Dichten, allerdings hat jeder Hersteller dabei eigene Angaben. Hier hast du eine Liste mit den Wirkungen der
Filter.
Wirkung der Kontrastfilter
| Motivfarbe |
heller durch |
dunkler durch |
| Gelb |
Gelbgrünfilter Orangefilter Gelbfilter |
Blaufilter |
| Orange |
Gelbfilter Rotfilter Orangefilter |
Blaufilter |
| Rot |
Orangefilter Rotfilter |
Blaufilter Gelbgrünfilter |
| Grün |
Gelbfilter Gelbgrünfilter Grünfilter |
Orangefilter Rotfilter |
| Blau |
Blaufilter |
Rotfilter Orangefilter Gelbgrünfilter Gelbfilter |
Bei Mehrfachangabe hat das 1. Filter die schwächste
Wirkung und das letzte die Stärkste
Zu beachten ist das ein Rotfillter den Kontrast der Aufnahme stark steigert ein Orangefilter steigert den Kontrast leicht und ein Blaufilter senkt den Kontrast.
Diese Filter sind einfarbig und haben eine relativ hohe Dichte. Würdest du diese
Filter mit einem Farbfilm benutzen, bekämst du einfarbige Dias in der Farbe des Filters oder Negative in der Komplementärfarbe des Filters.
Filter für die Farbfotografie
Es gibt grundsätzlich zwei Situationen, in denen in der Farbfotografie
Filter gebraucht werden. Beide haben mit der Lichtqualität zu tun. Wie im Kapitel Licht besprochen wird, ist in der Farbfotografie Licht nicht gleich Licht, dies hängt mit der Sensibilisierung der Filmemulsion auf eine bestimmten Lichtart zusammen. Diese
Filter passen das Licht dem benutztem Film an oder umgekehrt den Film an die gegebenen Lichtverhätnisse. Siehe mehr zu den Lichtausgleichs- und Farbkorrekturfiltern im Kapitel
Licht
Alle Filmaterialien und auch der Chip von Digitalkameras sind empfindlich auf Ultraviolettes Licht, das für unsere Augen unsichtbar ist. UV-Strahlen nehmen mit der höhe zu, so das Aufnahmen im Gebirge oft einen Blaustich haben. dies kannst du durch ein
UV-Filter vermeiden. gleichzeitig ist es ein guter Schutz für deine Objektive. wenn das Filter zerkratzt, kannst du es auswechseln und brauchst dir nicht ein neues Objektiv zu kaufen.
Ich benutzte
Skyfilter, sie sperren UV-Licht genauso wie die UV-Filter, aber sie haben einen leichten Rosastich, das gibt den Farben etwas wärme und bei Schwarzweißaufnahmen, ist der Rosastich nicht zu bemerken.
Ein weiteres
Filter das sowohl für die Farb- also auch die Schwarzweißfotografie benutzt werden kann ist das
Polarisationsfilter. Das
Pol-Filter besteht aus zwei Scheiben,wo von die obere drehbar ist und du kannst (bei Spiegelreflezkameras) den Effekt im Sucher beobachten. Beide Scheiben haben dünne Lichtdurchlässige Linien, und während du die obere Scheibe drehst, setzt du diese Linien in Verhätnis zu den unteren. .
Dabei wird Polarisiertes Licht abgefangen und nur die Lichtstrahlen die direkt auf die Linse fallen, werden durchgelassen. Das vermindert Lichtreflexe von nichtmetallischen Objekten (Wasser, Glas etc.). Dabei spielt allerdings eine Rolle in welchem Winkel der reflektierte Lichtstrahl zur reflektierenden Fläche steht. Bei einem Winkel kleiner als 40° wird der der Lichtreflex völlig ausgeschaltet, je mehr sich der Winkel den 90° nähert, desto geringer ist der Effekt des Filters. Ab 90° hat das Pol-Filter keine Wirkung mehr