Die Filmtypen
Inzwischen kennst du die veschiedenen
Filmformate für die jeweiligen
Kameraformate. Außerdem weiß du sicherlich, dass es Negativ- und Positivfilme (Diafilme) in Schwarzweiß und Farbe gibt. Aber es gibt noch eine ganze Reihe an Unterkategorien. Der Infrarotfilm z.B. ist ein Schwarzweißfilm. Es gibt Portraitfilme die eine Neutrale Farbmwiedergabe haben oder Reprofilme die eine sehr genaue Deitailzeichnung haben, aber auch einen sehr hohen Kontrast usw. Außerdem unterscheiden sich die Filme der verschiedenen Hersteller. Fuji tendiert mehr nach Grün und hat insgesamt leuchtende Farben. Sehr schön für Landschaftsaufnahmen, weniger schön für Portraitbilder.
siehe mehr unter:
den "richtigen" Film wählen
Die Kleinbildfilme kommen im Rollfilm zu entweder 24 oder 36 Bildern. Der 120er oder 220er oder auch Mittelformatfilm ist ebenfalls ein Rollfilm, allerdings hängt die Anzahl der Aufnahmen vom verwendeten Kameraformat ab. Im Mittelformat gibt es die Größen 4,5 x 6 cm , 6 x 6 cm und 6 x 7 cm. (6 x 9 cm ist schon seltener.) mit einer 6 x 4,5 cm Kamera sind ca 15 Aufnahmern möglich mit der 6 x 6 etwa 12 und mit der 6 x 7 cm Kamera schaffst du 10 Bilder pro Film. Die Großformatfilme kommen in Einzelbilder.
Um den
Film oder
Chip korrekt zu belichten oder technisch gesagt genau der Lichtmenge aussetzen, die notwendig ist um dem negativ eine Dichte zu verpassen, die ein Mittleres grau produziert, müssen wir wissen, wie viel Licht der
Film oder der
Chip eben braucht. Dabei gibt es die ISO/ASA Normung und die DIN-Norm. Es hat sich die ASA-Normung duchgesetzt, wofür ich persönlich sehr dankbar bin. Die ISO/ASA Norm ist recht einfach, doppelt so empfindlich = doppelte ASA. Die DIN-Norm folgt der Dichte des Filmaterials und den Drittel-Blenden-Schritten. heisst doppelt so empfindlich = +3 oder 100 ASA = 21 DIN und 200 ASA = 24 DIN. Zum Glück stehen beide Versionen auf der Filmpackung. Wichtig zu wissen ist, je höher die Zahl, desto empfindlicher ist der Film also weniger Licht braucht er um ein Mittleres Grau zu produzieren. Außerdem ist wichtig zu wissen, das die
Filmempfindlichkeit in ganzen Blenden zu- bzw. abnimmt. Heisst wenn du von 50 auf 100 ASA wechselst, also einen
Film nimmst, der doppelt so empfindlich ist, dann musst du die Blende einen Schritt schließen (oder die Belichtungszeit halbieren) um die gleiche Belichtung zu erhalten, die du mit dem 50 ASA-Film hattest. Du gewinnst also mit einem empfindlicheren Film kürzere Belichtungszeiten oder Schärfentiefe, allerdings hat das seinen Preis: Je empfindlicher der Film (oder der Chip eingestellt) ist, desto geringer ist die Detailwiedergabe. In der Analogfotografie wird das Korn genannt, in der Digitalfotografie Rauschen. Dabei geschieht in beiden Technologien das gleiche. Die Silberteilchen in der Filmemulsion sind größer je empfindlicher der Film ist, dadurch ist zwar weniger Licht nötig, um das Silber reagieren zu lassen, allerdings stellt es durch seine Größe einen größeren Bildteil dar und es wird nicht mehr dargestellt.
In der Digitalfotografie werden mehrere Zellen des
Chips zusammengefasst.
Schwarzweißfilme transformieren Farben in Graustufen. Dabei wird zwischen orthochromatischen und Panchromatischen Filmen unterschieden. Orthochromatische
Filme sind Blau- und Grünempfindlich, aber geben Rot nicht wieder. Panchromatische Filme hingegen sind für alle Farben empfindllich aber auch für ultraviolettes Licht. Es gibt auch noch den Infrarotfilm, der für Infrarotes und Rotes Licht empfindlich ist. Bei den Panchromatischen Filmen gibt es noch Unterscheidungen in stark rotempfindlich oder stark blauempfindlich usw. Aber grundsätzlich reagieren panchromatische Filme überempfindlich auf Blau und Ultraviolett. Um das auszugleichen kannst du einen
UV- oder Skyfilter benutzen. Schwarzweißfilme haben eine wesentlich größeren Belichtungsspielraum, d. H. Auch wenn der Film stark unterbelichtet ist, kannst du trotzdem das Bild (in Grenzen) "retten".
Der Farbfilm
Farbfilme ergeben Farbaufnahmen, allerdings gibt es hierbei eine Menge zu beachten damit es keine Überraschungen gibt. Denn Farbfilme ergeben nicht automatisch natürlich erscheinende Aufnahmen. Es gibt in der Farbfotografie einiges zu beachten, das in der Schwarzweißfotografie außer Acht gelassen werden kann. Zu allerersteinmal musst du wissen das Licht nicht immer die gleiche Farbe hat, und das es Farbfilme gibt die auf Sonnenlicht (5500° Kelvin) ausgelegt sind and andere die auf Kunstlicht oder besser gesagt Glühbirnenlicht (3500° Kelvin) ausgelegt sind. Siehe mehr im Kapitel
Licht. Außerdem, musst du genauer belichten, da Farbfilme wesentlich empfindlicher auf Über- und Unterbelichtung reagieren. siehe hierzu das
Zonensystem. Und auch hier gilt zu beachten, was ich in der Einführung geschrieben habe, das die Filme je nach Hersteller verschiedene Charakteristiken haben.
Negativfilme oder Farbumkehrfilme werden vorwiegend für Aufnahmen benutzt, die auf Papier kopiert werden. Sie stellen quasi eine Zwischenstation im Prozess dar. Im Schwarzweißnegativfilm z. B. erscheinen helle Bildtöne als dunkle und umgekehrt. Beim Vergrößern wird dann Licht durch das Negativ auf das Papier gerichtet. und die dunkleren Partien im Negativ halten mehr Licht ab als die helleren, dadurch erscheinen sie in der Papierkopie wieder als heller, da sie nicht so stark dem Licht ausgesetzt waren.
Farbnegative übersetzen die Farbtöne in ihre
Komplementärfarben.
Positiv- oder Diafilme, stellen die Farben in ihren natürlichen Farben dar. Du siehst also im Dia wie das Bild später auf dem Papier ausehen wird, das spart Zeit und Geld, da du nicht alle Bilder kopieren lassen musst. Allerdings sind Positivfilme teurer und empfindlicher in der Belichtung als Negativfilme. So weit ich weiß, gibt es nur den AGFA Scala als Schwarzweißdiafilm. Farbdiafilme gibt es in allen ausführungen, Natur/Kunstlicht 100/200/400/800/1600 ASA Kleinbild, Mittelformat und Großformat.
Das Kleinbildformat ist wohl das populärste
Filmformat. Es gibt die größte Auswahl. Der Kleinbildfilm kostet verhältnismäßig wenig und ist eigentlich überall erhältlich. Er kommt in Konfektionen von 24 oder 36 Bildern. 36 Bilder des Großformats können einen Rucksack füllen. Der Kleinbildfilm wird in einer Filmdose geliefert und auch in diese wieder zurückgespult, so dass es schwer ist, die Bilder durch Einstrahlung zu ruinieren. Allerdings verlangt er durch sein kleines Filmformat eine sehr starke Vergrößerung und es ist nicht möglich, die Enwicklung auf ein Bild abzustimmen ohne das die Modifikationen auch auf die übrigen Bilder angewandt wird.
Vergleiche die Filmformate
Das Mittelformat ist größer als das Kleinbildformat und hat weniger Bilder pro Film verfügbar. Je nach dem "welches" Mittelformat (siehe
Kameratypen), stehen zwischen 12 und 15 Aufnahmen zur Verfügung. Der Mittelformatfilm wird auch als 120er oder 220er Film bezeichnet, wobei die 120er Version einen Papieruntergrund hat und durch dieses Zusatzvolumen auf der Filmrolle weniger Aufnahmen ermöglicht, als der 220er, der den Papierstreifen nur am Anfang und am Ende hat.
Der Mittelformat wird auf einer Spule aufgewickelt verkauft, und während des Fotografierens auf eine andere Spule in der Kamera gewickelt und nur von einem Papierstreifen vor Licht geschüzt
Vergleiche die Filmformate
Das Großformat verfügt wie das Mittelformat über verschiedena Filmformate. Je nach Kameramodel kann das Großformat von 4 x 5 Zoll bis 10 x 15 Zoll reichen. Durch das große
Filmformat ist ein Abzug schon bei recht kleinen Vergrößerungen zu erreichen, dadurch bietet das Großformat viel Detailreichtum und eine hohe Bildqualität. Das
Filmmaterial ist verhätnismäß teuer, aber es handelt sich um "Ein-Bild-Filme". Da also jeder
Film eine Aufnahme hat, kann jede Aufnahme auch individuell Entwickelt werden.
Vergleiche die Filmformate
Der
Chip sieht wie ein Mosaik aus, wobei nur 25% auf blau, 25% auf rot und 50% auf grün sensibilisiert ist. Der CMOS
Chip (siehe unten) ist genauso aufgebaut. Wenn also gerade auf einem roten Pixel ein grüner Motivteil entfällt, wird das Grün interpoliert und nicht direkt aufgenommen. Soweit die gemeinsamkeiten.
Die Bildqualität ist besser, und auch die Uniformiät der Farben. Allerdings leidet der CCD-Chip entgegen dem CMOS unter
blooming (Überbelichtung eines Pixels, die auf umliegende Pixels abgeführt wird.) und muss durch spezielle Techniken vermieden werden.
Der CMOS-Chip ist billiger in der Herstellung und auch stromsparender als der CCD-Chip. Beim CMOS-Chip tritt Blooming nicht auf, da die Umwandlung direkt in jedem Pixel vorgenommen wird. Allerdings ist die Bildqualität schlechter, wenn sie nicht gerade durch andere technische Maßnahmen ausgeglichen wird, was allerdings nur bei den Profikameras passiert.
Canon setzt CMOS-Chips ein. Auch hier ist jedes Pixel auf eine Farbe sensibilisiert und interpoliert die anderen 2 Grundfarben. Bei CMOS-Chips wandelt jedes Pixel für sich die Bildinformation um, daher kann es vorkommen, dass das Rot des einen Pixels nicht dem Rot eines anderem Pixels entspricht, auch wenn im Motiv das selbe Rot vorkommt (Uniformität). Der CMOS-Chip hat mehr Bauteil auf der Ebene, die nicht direkt an der Aufzeichnung des Motiv beteiligt sind, das macht ihn Lichtunempfindlicher. Auch ist das
Rauschen höher als bei CCD-Chips.
Es handelt sich um einen 3-Ebenen-Chip ähnlich dem Farbfilm. Jede Grundfarbe ist also über das ganze Bildfeld verteilt. Hier werden die Farben nicht interpoliert sondern direkt aufgezeichnet. Diese Technologien wird in Digitalen Filmpacks für Mittel- und Großformatkameras eingesetzt, aber auch
Sigma im Kleinbild-Bereich setzt diese Technologie ein. Eigentlich handelt es sich beim Faveon um einen CMOS-Chip, allerdings ist das besondere die Sensibilisierung auf die 3 Grundfarben.