Der Belichtungsmesser
Der
Belichtungsmesser misst die Lichtintesität und gibt eine geeignete Blende-Verschlusszeit-Kombination zurück. Moderne Kameras haben einen
Belichtungsmesser integriert. Es gibt aber auch
Belichtungsmesser als Zubehör unabhängig von der Kamera. Beide sowohl die integrierten als auch die Handbelichtungsmesser, sind auf ein mittleres Standartgrau geeicht. Dieses Grau absobiert 50% des
Lichts und Reflektiert die anderen 50%. Der
Belichtungsmesser kennt die Farbe und Helligkeit des Motivs nicht, wenn du also eine weiße Wand anmisst, gibt dir der
Belichtungsmesser die Belichtungskombination zurück, die nötig ist, um diese weiße Wand in einem mittleren Grau (ca. 5 mal dunkler) darzustellen. Das hat einen entscheidenden Vorteil, der Punkt, an dem du das
Licht misst, erscheint im Bild als mittlerer Farbton. wie du das als Mittel zur Bildgestaltung nutzten kannst und solltest, erkläre ich im Kapitel
Zonensystem
Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Methoden das
Licht zu messen. Die
Lichtmessung und die
Objektmessung.
Bei der ersteren wird das Umgebungslicht gemessen, es wird ein Durchschnittswert aus den hellen, mittleren und dunklen Bildteilen erreichnet. Dazu wird der
Belichtungsmesser in Motivnähe mit der Messzelle in Richtung Kamera gehalten um eben das
Licht zu messen, das bei der Aufnahme herrscht. Du solltest dabei achten, das du mit deinem Körperschatten nicht die Messzell verdunkelst und somit die Messwerte verfäscht
Bei der
Objektmessung wird das von Objekt reflektierte
Licht gemessen. Es wird vom Kamerastandpunkt aus in Richtung Motiv gemessen. Dies ist die Art der
Lichtmessung, die die Kameras verwenden.
Die Unterschiede:
Bei Objekten in der Entfernung liegt auf der Hand das die
Objektmessung praktischer ist. Außerdem ist die
Belichtung einfacher, da das
Licht gemessen wird, das an der Kamera ankommt. Bei Der
Objektmessung wird
Licht gemessen, das auf das Motiv fällt, es werden also nicht die Reflexionen des Motivs gemessen sondern nur das
Licht. Ein Helles Motiv, das viel
Licht reflektiert, kann die Werte bei der
Objektmessung verfälschen.
siehe mehr zum Thema in Kapitel
Zonensystem.
Die
Belichtungsmesser, die in älteren Kameras integriert sind, beherrschen nur die Integralmesseung. Dabei wird ein Durchschnittswert aus dem gesamten Bildfeld errechnet. Wenn du also eine Portraitaufnahme von jemaden vor einer weißsen Wand machst, wird eine durchschnittliche Belichtung für das Gesicht und die weiße Wand errechnet. Je mehr weisse Wand du im Bild hast, desto unterbelichteter (dunkler) wird das Gesicht im Bild kommen, da die weiße Wand viel
Licht reflektiert und weniger
Belichtung erfordert, als ein dunkleres Objekt. Bedenke das der
Belichtungsmesser von einem mittleren Grau ausgeht und es weniger
Licht erforder ein strahlendes Weiß in Grau zu verwandeln, als ein tiefes Schwarz. Bei Standartsituationen liefern diese
Belichtungsmesser gute Ergebnisse, Problematisch wird es bei großen Kontrasten. In solchen Situationen solltest du wie im obigen Beispiel so nah an das Objekt zoomen, das das Gesicht das komplette Bildfeld ausfüllt, um die weiße Wand aus der Belichtungsmessung auszuschließen.
Die
Belichtungsmesser der etwas neueren Kameras haben die sogenannte Mittenbetonte Belichtungsmessung, der Name sagt schon worum es sich hier handelt. Der Bildmitte wird mehr Gewicht bei der
Belichtungsmessung verliehen als dem Rand. Auch dies ist bei Standart Situationen kein Problem. Problematisch wird es, wenn die Bildmitte leer ist und das Objekt im Goldenen Schnitt liegt. Siehe
Ein Foto gestalten es hilft die gleiche Vorgehensweise wie bei der Integralmessung.
Die neueren Kameras können sowohl die Integral als auch die Mittenbetonte
Belichtungsmessung, und haben noch eine dritte, die
Spottbelichtungsmessung. Das ist ein kleiner Bildauschnitt von etwa 10° in der Bildmitte. Außerdem kann der Messpunkt an den Fokusierpunkt gekoppelt werden. Der Vorteil liegt dabei, das du genau weisst, wo du
Licht misst und so entscheiden kannst, welcher Bildteil im mittleren Standartgrau liegt. siehe dazu das
Zonensystem.
Es gibt auch eigenstädige
Spotbelichtungsmesser, oder Spotaufsätze für Belichtungsmesser.
Alle oben genannten Belichtungsmesser messen das herrschende
Licht von Dauerlichtquellen, wie Sonne oder Fotolampen. Wenn du aber mit Blitzlicht arbeitest, werden dir die obigen
Belichtungsmesser nicht helfen und du wirst um ein Blitzbelichtungsmesser nicht rum kommen. Diese
Belichtungsmesser können natürlich auch Dauerlicht messen, d. H. wenn du viel mit Blitzlicht arbeitest, brauchst du dir nicht zwei Belichtungsmesser zuzulegen. Diese
Belichtungsmesser können über Kabel an die
Studioblitzanlage angeschlossen werden aber auch ohne Kabel ist es möglich das Blitzlicht zu messen.